Häusiger? Frankfurt? Also, bei DEM Frankfurt, das ICH maine, handelt es sich bekanntermaßen um eine neopostmoderne autobahnbauliche Kulisse mit sporadisch erscheinender Skylineimitation (vgl. Bild 2 und Bild 3) zur Inszenierung großstädtischer Aura am Rande der A5. Demgemäß nannten sie das Projekt "A5ura", wenngleich ein etwas irritierender Titel, immerhin durchaus passend für die beabsichtigten Realitätsirritationen entlang der Nord-Süd-Trasse.
Die planerische Intention ist eindeutig: Fährt man von Norden kommend an dieser östlich erscheinenden Bilderkulisse vorbei, erwartet den Fahrer eine seinen biologischen Bedürfnissen keineswegs angemessene Durststrecke ohne öffentliche Toilettenanlagen! Zur dringend erforderlichen mentalmobilen Ablenkung wurde ein surrealistisch anmutender bankenromantischer Wolkenkratzerhintergrund mit farbenprächtigen Himmelsszenarien eingerichtet. Ab und an lassen sie sogar große Flugzeugbrummer direkt über die Autotrasse schweben; zumindest sieht die dreidimensionale Projektion täuschend echt nach realen Jumboflügen aus.
Am Tag meiner Durchreise beleuchteten sie das gesamte Lichtspielprocedere zusätzlich mit einem überaus beachtlichen Regenbogenspot (vgl. Bild 1), der sich hinter der realen Windschutzscheibe entfaltete und zudem mit farblich gut darauf abgestimmten LKW-Projektionen kombiniert wurde.
Also, ich bewundere diese autobahnplanerischen Installationsarchitekten, die solche visuellen Imitationsprojekte für´s Autotainment entwickeln, nicht eben wenig! Räumlich war die Sache übrigens so gut abgestimmt, dass es exakt bis zur nächsten WC-Ausfahrt reichte.
Manche halten Frankfurt für eine "Mainmetropole", als gäbe es die Stadt wirklich! Erstaunlich, wie installierte Fiktionen allmählich in unser Wahrnehmungsrepertoire eingehen, als handle es sich tatsächlich um Realitäten. Aber kein Wunder, diese Autobahnprojektion wirkt einfach ungeheuer echt; ich finde "A5ura" auf jeden Fall sehr gelungen und würde sie auch gar nicht häusiger anlegen.
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Autor: mkh
"Meister der Klabautermänner und Hafensänger" - so interpretierte ein Blogkollege einmal mein Kürzel, wohlwissend um meine erzählerische Affinität zu maritimen Stilmittelchen. In Wirklichkeit stehen diese drei Buchstaben aber für eine männliche Landratte irgendwo im Südwesten Deutschlands.
Im Weblog wortlandung werden Gedankenflüge auf den virtuellen Erdboden niedergelassen. Warum? Zur eigenen Inspiration, um Gedankengänge anzuregen - eine Denk- und Spürmethode also, oder eine Meditation darüber, was da drinnen aus mir raus will.
Wenn sich während der Landemanöver anregende Funkkontakte zu anderen Piloten ergeben, ist das meine besondere Bereicherung. In diesem Sinn: Willkommen im Luftraum der Klabautermänner und Hafensänger!
Jean Giono: Der Mann, der Bäume pflanzte. =>Beharrlicher Schäfer macht aus Wüste Wald. Sehr eindrucksvoll! Zeigt, wie großes Schaffen im Kleinen passiert und wie vermeintlich Kleines großartige Folgen haben kann. Große kleine Geschichte!
Joachim Bauer: Das kooperative Gen. =>Paradigmenwechsel in der Biologie! Hirnforschung räumt mit alten Konventionen auf.
Michael Newton: Die Abenteuer der Seelen. =>Bemerkenswerte hypnotherapeutische Interviews!
6 Bodensignale:
Und dann auch noch von einer seiner schönsten Seiten!
Wusst ich´s doch, dass dich diese Frankfurter Ästhetik ansprechen würde!
Ich hatte es anders in Erinnerung. Irgendwie häusiger.
Häusiger? Frankfurt? Also, bei DEM Frankfurt, das ICH maine, handelt es sich bekanntermaßen um eine neopostmoderne autobahnbauliche Kulisse mit sporadisch erscheinender Skylineimitation (vgl. Bild 2 und Bild 3) zur Inszenierung großstädtischer Aura am Rande der A5. Demgemäß nannten sie das Projekt "A5ura", wenngleich ein etwas irritierender Titel, immerhin durchaus passend für die beabsichtigten Realitätsirritationen entlang der Nord-Süd-Trasse.
Die planerische Intention ist eindeutig: Fährt man von Norden kommend an dieser östlich erscheinenden Bilderkulisse vorbei, erwartet den Fahrer eine seinen biologischen Bedürfnissen keineswegs angemessene Durststrecke ohne öffentliche Toilettenanlagen! Zur dringend erforderlichen mentalmobilen Ablenkung wurde ein surrealistisch anmutender bankenromantischer Wolkenkratzerhintergrund mit farbenprächtigen Himmelsszenarien eingerichtet. Ab und an lassen sie sogar große Flugzeugbrummer direkt über die Autotrasse schweben; zumindest sieht die dreidimensionale Projektion täuschend echt nach realen Jumboflügen aus.
Am Tag meiner Durchreise beleuchteten sie das gesamte Lichtspielprocedere zusätzlich mit einem überaus beachtlichen Regenbogenspot (vgl. Bild 1), der sich hinter der realen Windschutzscheibe entfaltete und zudem mit farblich gut darauf abgestimmten LKW-Projektionen kombiniert wurde.
Also, ich bewundere diese autobahnplanerischen Installationsarchitekten, die solche visuellen Imitationsprojekte für´s Autotainment entwickeln, nicht eben wenig! Räumlich war die Sache übrigens so gut abgestimmt, dass es exakt bis zur nächsten WC-Ausfahrt reichte.
Manche halten Frankfurt für eine "Mainmetropole", als gäbe es die Stadt wirklich! Erstaunlich, wie installierte Fiktionen allmählich in unser Wahrnehmungsrepertoire eingehen, als handle es sich tatsächlich um Realitäten. Aber kein Wunder, diese Autobahnprojektion wirkt einfach ungeheuer echt; ich finde "A5ura" auf jeden Fall sehr gelungen und würde sie auch gar nicht häusiger anlegen.
Das würde also bedeuten, dass Frankfurt sozusagen das Bielefeld des mittleren Westens deutscher Nation ist.
Eine interessante Theorie!
Naja, Bielefeld war ja nur ein früher Prototyp der Metropolarimagination.
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